DER FREI HAFEN TRIEST
Der Freihafen Triest wurde vom österreichischen Kaiser Karl VI. im Jahr 1719 erbaut und sehr stark von seiner Tochter Maria Theresa, die den Hafen von Triest als einen Hafen für ganze Österreich angesehen hat, weiter entwickelt.
Durch den Pariser Friedensvertrag 1947 und das Memorandum von London 1954 erhielt der Hafen Triest offiziell den Status Freihafen. Ab dieser Zeit konnte jeder die speziellen Vorteile für Import, Export und Zollbehandlung im Freihafen Triest für sich nutzen.
Der Porto Franco hat fünf “Punti Franchi” (Franco Vecchio, Punto Franco Nuovo, Punto Franco Scali Legnami, Punto Franco Oli Minerali und Punto Franco Industriali).
Einige grundlegende Informationen über die Eigenheiten des Freihafens Trieste:
Import Ware
Importwaren können umgehend entladen werden - egal welcher Art, welchen Ursprungs oder welcher Bestimmung. Für die Entladung und den Umschlag werden keine besonderen Genehmigungen benötigt.
Dokumente für Importabfertigung und Transit können umgehend erstellt werden und lassen einen sofortigen Weitertransport zum Bestimmungsort zu.
Entladene Güter in Trieste, bestimmt für den Transit, sind von Zollabgaben befreit solange sie sich in der Freihafen-Zone befinden.
Trotz der EU-Sicherheitskontrollvorschriften, die am 1. Januar 2011 in Kraft treten, bleiben die oben erwähnten Vorteile bestehen.
Export Ware
Waren, ankommend aus EU-Ländern, die in den Freihafenbereich verbracht werden, werden als bereits „exportiert“ aus der EU angesehen.
Befindet sich ein Container in der Freihafen-Zone kann er ohne Genehmigungen verladen werden.
VAT und Zahlungsbedingungen
Für Güter, die über den Freihafen Trieste in die EU importiert werden, können Zölle und Einfuhrumsatzsteuern bis zu sechs Monate zurückgestellt werden. Die Gebühren hierfür sind sehr niedrig: 50 Prozent vom Zinssatz der Europäischen Zentralbank.
Maritime Abgaben
Im Freihafen Triest sind die maritimen Abgaben auf circa 2/3 begrenzt- im Gegensatz zu anderen Italienischen Häfen.
Lagerung von Waren
Der Importeur ist nicht gezwungen den Zollstatus zu zeichnen. In der Regel müssen die Waren innerhalb von 45 Tagen einen Zollstatus erhalten (Import, Transit, Lager). Im Freihafen Triest können Waren ohne diesen Status auf unbestimmte Zeit lagern, sofern sie sich im Freihafen befinden.
Schiffe
Im Freihafen Triest zahlen alle Schiffe (egal unter welcher Flagge) die selben Hafengebühren.
IT System
Der Freihafen Triest wird bald die Voraussetzungen für das CARGO – A.I.D.A.-System erfüllen. Das System ermöglicht es allen Operatoren, in Italien und anderen EU-Ländern, zusätzliche Online-Informationen über den Warenstatus, auch bei Zollbehandlung, zu erhalten.

